Widrige Umstände
Die solls immer geben, und nicht nur bei der Vorbereitung einer Kneipen-Neueröffnung, sondern bei allen Plänen, die man anlegt, sollte man die Worte “Widrige Umstände” neben alles andere hinschreiben und so mit Pfeilen auf alles zeigen lassen, was man vorhat. Dass genau vor der Kneipe eine Hauptwasserleitung explodiert, mag ein sehr anschauliches Beispiel für widrige Umstände sein. Nach dem ersten sich-Aufregen mal konkret, wie das nun kneipentechnisch aussieht, und ein paar optimistische Bilder.
Wie schon erwähnt: Der Boden stand unter Wasser, das Laminat ist hinüber, die Versicherungslage konkret noch offen, aber allgemein dahingehend geklärt, dass ein frischer Boden reinkommt. Alles andere scheint weitgehend in Ordnung zu sein, wir klopfen auf Holz. Das frustrierendste ist die Arbeit, die draufging – da haut man sich ein Wochenende mit Bodenverlegen um die Ohren, und ne Woche später wars alles für die Katz.
Seitdem steht ein wenig mehr im Westentor als vorhin. Zwei Gebäudetrockner bereiten den Boden, und unsere Möbel sind da. Die sind fein, das passt, und beim Erwerb kriegten wir gleich eine hybsch aussehende “Raucherzone”-Ausschilderung, die uns spontan hervorragend gefiel.
Hier außen ist auch schon die Fenstervergitterung frisch gestrichen, die jetzt auf einmal gefällt, statt irgendwie nach “Hm, wird man halt brauchen” auszusehen. Überhaupt war der Aufräumtag nach Rohrbruch ab sechs Uhr erstaunlich produktiv, da ist neben der Aufräumerei einfach auch so vieles gelaufen, und das war auch nötig – ist bekloppt genug, wenn man irgendwie nen Tag knechtet, um quasi nur auf dem Stand von vorhin zu sein.

Erster Kaffee nach dem Arbeitseinsatz im Westentor
Bzw. weiter zurück – denn das Laminat kam, wie befürchtet, hoch. Das nervigste ist eben die Verzögerung – grade ist aktuell wieder viel Ämterkram zu machen, aber einfach mit der Hand am Arm was zu machen, ist einfach ein klein wenig befriedigender, und drauf zu warten, bis man wieder konkret mit was weitermachen kann, frustriert eben ziemlich. Wir konnten aber immerhin feststellen: selbst der erste, unter etwas improvisierten Umständen entstandene Kaffee in der bald neugeöffneten Halbzeit am Westentor macht a) Laune und b) wach. Bei der Bodumkanne bleibts aber nicht.
Zusammenfassend: es kam einiges dazwischen, es ist aber alles weiter auf dem Weg bzw. im Griff, und wir werden fertig. Bald ;o)


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[...] lange währt – wenn jetzt nicht grade wieder ein Rohr explodiert, dann macht die Halbzeit am Westentor im April auf, genauer gesagt am Sonntag, den 26.4., und wir [...]