Kneipeneröffnung! – Der Text zum Ereignis

Die Bilder kommen nach, da muss ich noch ein paar Leute anhauen, die welche gemacht haben, weil sie eben ein wenig mehr Muße für sowas hatten. Damit ist an sich schon gesagt, dass es ein klasse Abend war, für den sowas wie “angenehm stressig” bestens passt.

An anderen Stellen wars offenbar auch angenehm entspannt, die werten Kollegen wiesen erstaunlich eindrucksvoll nach, dass man in der Sitzecke mit Sitzsäcken durchaus länger entspannt sitzen und eine entspannte Zeit mit entspannendem Getränk verbringen kann und eine beeindruckende Gelassenheit bezüglich mehrfach verpasster Nachtzüge entwickelt. Nebenbei überstand das WLAN den ersten Härtetest, nachdem mit einer größeren Zahl von Geräten kurzfristig der Netzzugang getestet werden musste.

Das Netz schreibt überhaupt einmal wieder die erstaunlichsten Geschichten – noch am Vormittag stiefelte uns auf dem Hausflur ein Nachbar über den Weg, der sich dann als Carsten herausstellte, der wiederum mit ein, zwei Freunden zum Dortmund-Spiel wollte, die wiederum auch netztechnisch unterwegs seien, der eine, auch ein Carsten, mache eines der bekannteren Blogs in Deutschland und sei grade zu Besuch in der Heimatstadt. Ob man vorbeikommen könne, und man konnte. Die Stadt Bremerhaven kannte ich wiederum seit nem Link zum ersten Sowjet-Unterzögersdorf-Walkthrough, und im Laufe des Abends stießen wir noch darauf, dass wir doch die eine oder andere weitere gemeinsame Bekanntschaft haben, ich sag mal so: das Netz ist klein.

Zwischenzeitlich dann aufbrandender Fussballenthusiasmus und einerseits durchaus klare, andererseits eben auch recht unterschiedliche Bekenntnisse zum jeweils angestammten Verein (Hint) führten zum regen Austauch an Fankultur und einigen gemeinsam genossenen Getränken, und so platt es klingt, besser kann ichs grade nicht sagen: so solls doch sein. Und dann war auch irgendwann das erste Fass leer. Noch später wurds dann etwas ruhiger und wir kamen auch selber mal zum tief Luft holen und zum Realisieren, dass das alles im Allgemeinen richtig fein ist. Und im Besonderen, dass wir nun auch schöne Fotografien an den Wänden haben, das abends überreichte Kneipenhoroskop gut ausfiel und der Wein mundete.

Wir fielen irgendwann gegen sechs ins Bett, und der Sonntag war ruhiger, aber angenehm, und nun sehen wir weiter. Aber es dürfte ein gutes Zeichen sein, wenn wirklich viele *unterschiedliche* Leute da waren, die viel Spaß hatten und denen es allen gefiel, was wir nun so auf die Beine gestellt haben. Das beruhigt.

Von daher – Danke, dass ihr alle da wart, und es war einfach ein klasse Abend. Gestern mussten wir dann alles noch ein wenig setzen lassen, und heut denk ich, kann man mit nochmal drüber schlafen sagen, dass es besser und schöner nicht hätte laufen können.

Posted under Allgemein by Richie on Montag 27 April 2009 at 23:39

Erstes Bier-Anzapfen erfolgreich!

Erstes Bier-Anzapfen im Westentor: in der Kneipe gibts nun auch was zu trinken!

Erstes Bier-Anzapfen im Westentor: in der Kneipe gibts nun auch was zu trinken!

So leid es mir tut, die Witze von wegen “WLAN gibts, aber kein Bier” sind nun Vergangenheit. Es hat Spass gemacht, solang man sie machen konnte, irgendwie nimmt man fast ein wenig nostalgisch gestimmt von ihnen Abschied, aber nun, es ist vorbei. Bierleitung steht, erste Probezapfungen funktionierten. Was die Getränkesituation betrifft, können wir nun der Eröffnung am Wochenende gelassen entgegensehen.

Weiter haben wir gestern und heute – neben letzten Groß-Wareneinkauf – irgendwie viele Kleinigkeiten noch gemacht, es ist erstaunlich, wie sich das aufsummiert. Flyer sind da, ein Paket mit Elektrik von der angeber.in löste noch einige Zubehörprobleme, in der Nerdecke gibts inzwischen zumindest mal ne Pinwand für Social Bookmarks in echt.

In Virtuell gibts nun Anfahrt zur Kneipe und ein wenig Infolinkmaterial rund um Westentor und Dortmunder Nachtleben. Ansonsten war viel Aufräumen und nochmal-Saubermachen angesagt, und nun, mit dem Saubermachen endete auch gestern die Probeanzapfung.

Das nicht ganz erste Saubermachen der Theke, nach dem ersten Bierzapfen im Westentor

Das nicht ganz erste Saubermachen der Theke, nach dem ersten Bierzapfen im Westentor

Ansonsten scheinen sich morgen auch die letzten Kleinigkeiten vollends zu erledigen. Ein, zwei Pakete sollten noch ankommen, aber die sind nun auch verschickt, von daher kann man wohl auf Holz klopfen. Dafür, was so an widrigen Umständen los war, denk ich, kann man das Ganze nun langsam als eine ordentlich gemeisterte Vorbereitung betrachten, aber nun, das wissen wir am Sonntag.

Von daher, Gründe zum Aufgeregtsein gibts noch en Masse, aber ein paar Anlässe für Nervosität sind nun auch aus der Welt. Von daher, bis demnächst, dann blinkt und blitzts auch wieder wie hier zu sehen :o )

Posted under Allgemein by Richie on Donnerstag 23 April 2009 at 21:29

Laminieren ist eine der beruhigendsten Tätigkeiten überhaupt.

Deswegen kann man mit dem Laminieren von Getränkekarten einen Tag auf geradezu ideale Weise abschließen. Ein Laminiervorgang ist quasi die Quintessenz der Geruhsamkeit. Gemächlich, ohne Hast und dennoch stetig laminiert das Maschinchen vor sich hin, und die Welt schaltet einen Gang zurück und holt tief Luft.

Beim Laminieren der Westentor-Getränkekarte

Dass der Nachweit ein Eindruck von unserem abendlichen Laminierchillout verschafft werden konnte, hat ein wenig was von einem Sakrileg. Muss man doch dazu das sorgfältige Einlegen des Ausdrucks in die Laminierfolie dahingehend beschleunigen, dass man außerhalb des Rhythmus’ der Laminierdurchzüge auch noch schnell knipsen kann. Dabei liegt die Quintessenz des Laminierens gerade im symbolischen Einswerden mit dem Laminiergerät, im völligen Angleichen der eigenen Arbeitsgeschwindigkeit an die des Laminierers. Es ist herrlich: man wird ruhig und milde, legt bedächtig Blätter in Folien und nimmt sich auch die notwendige Zeit, die rechte Unterkante des Papiers noch diesen fehlenden Millimeter weiter nach links zu schieben. Es macht dann schon ein schlechtes Gewissen, wenn man zwischenrein knipsen muss, aber das Bild hier kann ich eigentlich niemandem vorenthalten.

Posted under Allgemein by Richie on Sonntag 19 April 2009 at 20:05

Sitzsackperspektiven und Nerdeckendekoration

Die Welt, von der Perspektive eines Sitzsacks aus gesehen

Die Welt, von der Perspektive eines Sitzsacks aus gesehen

Man sieht vom Sitzsack die Welt anders an und man sieht andre Dinge als Andre. Die Sitzsackperspektive rückt das Westentor inzwischen durchaus in ein anderes Licht und ich mag hinzufügen, in ein angenehmes. Angefügt sei auch ein “Und das ist auch gut so”, denn man steht ungern wieder auf.

Sitzsäcke, von der Perspektive der Welt aus gesehen

Sitzsäcke, von der Perspektive der Welt aus gesehen

Sieht man hingegen den Sitzsack aus der Perspektive der Welt an, sieht man inzwischen auch ein wenig andres, verglichen mit früher. Dahinter sähe man sogar schon die ersten eingeräumten Gläser, aber die hats auch ein wenig verwackelt, das kommt später noch. Wenn ich schon am Berichten bin: die Baustelle vor dem Fenster befindet sich in einem seltsamen Stadium des halb-, aber offenbar mit Bedacht -zugeschüttetseins. Das macht mir Hoffnung. Überhaupt, Kaffeemaschine ist auf dem Weg, Fernseher schon vor Ort, die letzten westentorinternen Baustellen schreiten planmäßig voran.

Eine Nerdecke, noch ohne Nerdeckendekoration

Eine Nerdecke, noch ohne Nerdeckendekoration

Schaut man in eine ganz andere Richtung, sieht man die Nerdecke, die im Unterschied zur Sitzsackecke noch ein wenig der Deko bedarf. Klar kann man sagen, da steht ne Kiste, da hats Internet, ne Box hängt auch von der Decke, was will ein Nerd mehr. Ein wenig mehr hätt ich aber schon gerne, nur bin ich grade ein wenig ratlos, weil ein MP3-Kommunismusposter ist schon ein wenig hart, die gängigen Demotivatoren sind, nun, sie sind halt gängig, und Lolcats mag ich keine haben. Das Pesthörnchen ist zu groß und zu schwarz, und ne Pinwand hängt schon knapp daneben. Was soll dahin? (außer nem größeren Monitor auf den Tisch?) Vorschläge, Kommentare, Anregungen, bitte immer gerne :o )

Um den Bogen aber zu schließen: Wir leben in einer bewegten Zeit. Ein Tag folgt dem andern, und neues Leben sprosst aus den Ruinen. Ich finde das alles ganz großartig.

Posted under Allgemein by Richie on Mittwoch 15 April 2009 at 22:09

Halbzeit am Westentor – Eröffnungstermin steht!

Was lange währt – wenn jetzt nicht grade wieder ein Rohr explodiert, dann macht die Halbzeit am Westentor im April auf, genauer gesagt am Sonntag, den 26.4., und wir sagen mal die 15 Uhr an.

Am Samstag wollen wir im privaten Rahmen in den Eröffnungstag reinfeiern, wer sich da die Ehre geben will, bitte kurze Mail – wir mailen auch noch ne Latte Leute an, und sollten eben den Überblick behalten, mit wieviel Leuten so ungefähr zu rechnen ist.

So, das war die Hauptsache für heute. Ansonsten können wir einen arbeitsamen Tag vermelden, an dem mal wieder ein wenig Infrastruktur (z.T. wieder) in Gang gekommen ist – wenn man anfangen kann, Gläser einzuräumen, dann ist der Rohbau durch :o ) Mit der Verkabelung sind wir soweit hoffentlich fertig, das Wlan vermeldet hervorragende Werte (Stephie, euer D-Link befunkt unsere Kneipe!)

Morgen gehts weiter mit dem Feintuning, natürlich sind noch ein paar größere Sachen zu machen, aber inzwischen siehts so aus, dass man sich nebenher auch langsam Gedanken machen kann, endlich zwischenrein auch mal die Erfahrungsberichte beim Kneipeneröffnen zusammenzuschreiben und hoffentlich so nach und nach hier auch mal aufs Blog zu bringen.

Bilder folgen demnäxxt :)

Posted under Allgemein by Richie on Samstag 11 April 2009 at 19:52

Eine Sitzecke voller Sitzsäcke…

Eine Kneipen-Sitzecke voller Sitzsäcke im Westentor

Eine Kneipen-Sitzecke voller Sitzsäcke im Westentor

Istanbuler Sitzsackansammlung, eindeutig nicht in einer Sitzecke

Istanbuler Sitzsackansammlung, eindeutig nicht in einer Sitzecke

…war mal ein Traumtitel eines Blogeintrags, den ich dann doch nie geschrieben habe, obgleich es sogar Bildmaterial der Massen an Sitzsäcken gab, die wir in Istanbul erspäht hatten. Wir machen das ein wenig kleiner, und können deswegen von einer “Sitzecke voller Sitzsäcke” dahingehend zurecht reden, weil es sich tatsächlich um eine Sitzecke handelt, in der sich die Sitzsäcke befinden.

Ein Testsitzen von Anja durfte ich leider nicht hochladen. Das Bild der istanbuler Sitzsackkonkurrenz muss ich eben auch noch kurz zeigen.

In Istanbul sind die Sitzsäcke, im Gegensatz zur Sitzsackecke im Westentor,  ganz eindeutig nicht in einer Sitzecke angeordnet. Auch wenn es mehr sind: im Westentor haben wir eine Sitzecke voller Sitzsäcke und in istanbul gibts das nicht. Ich finde das ganz großartig.

Rechnerecke hinter der Theke im Westentor - der Mac kommt noch weg ;o)

Rechnerecke hinter der Theke im Westentor - der Mac kommt noch weg ;o)

Rechnerecke für die zukünftigen Gäste im Westentor 23, gekräftigt von OpenSuse

Rechnerecke für die zukünftigen Gäste im Westentor 23, gekräftigt von OpenSuse

Das ist sogar fast großartiger wie das Internet, das jetzt nach einigen Irrnissen und Wirrnissen endlich auch unten in der Kneipe liegt. Von den beiden Rechnern hinter der Theke wird wohl das schwarze Thinkpad seine weiteren Dienste auf Dauer im Westentor verrichten, der Rechner vorn am Fenster hängt auch schon am Kabel und ist eingerichtet. Ich finds großartig und es beruhigt ungemein, dass sich auch die Technik in der zu eröffnenden Kneipe langsam in einen Bereich entwickelt, von der man sagen kann, dass sie funktioniert.

Posted under Allgemein by Richie on Montag 6 April 2009 at 21:44

Boden, Bücher und Lärm…

Neu verlegter Boden in der Halbzeit am Westentor

Neu verlegter Boden in der Halbzeit am Westentor

…an drei Fronten hat sich ein wenig was getan. Zum einen ist der Boden praktisch komplett verlegt nun – morgen könnte das auch abgehakt sein und wir wieder einräumen dürfen. Das Bild ist nun trotz Sommerzeit zu einer Zeit entstanden, in dem wieder das kneipenübliche Schummerlicht vorherrscht und entsprechend wurds ein wenig wacklig. Ich sag jetzt nichts zu den Kameras gewisser Smartphones ;o)

Zum anderen, da kein Bild von: die Beschallung ist sichergestellt, zumindest technisch. Anlage und Boxen sind da, wenngleich noch verpackt. Das war nun eine leichte Hektikaktion kurz vor Ladenschluss im Saturn, aber was erledigt ist, ist erledigt, und wenn man immer das macht, was eben zeitlich noch reinpasst, kommt man auch in stressigen Zeiten voran.

Anja begutachtet den neuen Boden ihrer Kneipe am Westentor

Anja begutachtet den neuen Boden ihrer Kneipe am Westentor

Überhaupt, Saturn. Deren Unverdienste um die deutsche Sprach- und Werbelandschaft kann man an sich ja nicht tief genug einschätzen, aber ich fühle mich gezwungen, einen richtig feinen Service zu loben, aber rundum. Man motzt immer, wenns was zu motzen gibt, hier waren wir von Anfang bis Lager wirklich rundumversorgt, und das muss man anerkennen. Hiermit getan.

Wenn sich wer fragt, was man so abends zum Entspannen noch nebenher machen kann: Bücher sortieren, registrieren und mit Bookcrossing-IDs und -Stickern bekleben. Wer nicht weiß, was das ist: hier hab ich die Bookcrossing-Pläne im Westentor kurz vorgestellt.

Bookcrossing in Dortmund, bald auch in der Halbzeit am Westentor: der Stapel wächst

Bookcrossing in Dortmund, bald auch in der Halbzeit am Westentor: der Stapel wächst

Jedenfalls, das abends nebenher machen, dann hat man nach ein paar Tagen so einen Stapel wie den hier nebenan, und den kann man dann irgendwann ins Westentor-Regal stellen.

Mit Bürokratie und Versicherungen ist natürlich grade nach wie vor viel zu tun, das kann man nur meist eher selten fotografieren oder drüber bloggen. Aber es geht voran, wie immer. Zugegeben, seit einiger Zeit ohne Terminankündigung, aber ich denk, die können wir demnächst zumindest mal ansetzen.

Posted under Allgemein by Richie on Mittwoch 1 April 2009 at 19:57