Laminieren ist eine der beruhigendsten Tätigkeiten überhaupt.
Deswegen kann man mit dem Laminieren von Getränkekarten einen Tag auf geradezu ideale Weise abschließen. Ein Laminiervorgang ist quasi die Quintessenz der Geruhsamkeit. Gemächlich, ohne Hast und dennoch stetig laminiert das Maschinchen vor sich hin, und die Welt schaltet einen Gang zurück und holt tief Luft.
Dass der Nachweit ein Eindruck von unserem abendlichen Laminierchillout verschafft werden konnte, hat ein wenig was von einem Sakrileg. Muss man doch dazu das sorgfältige Einlegen des Ausdrucks in die Laminierfolie dahingehend beschleunigen, dass man außerhalb des Rhythmus’ der Laminierdurchzüge auch noch schnell knipsen kann. Dabei liegt die Quintessenz des Laminierens gerade im symbolischen Einswerden mit dem Laminiergerät, im völligen Angleichen der eigenen Arbeitsgeschwindigkeit an die des Laminierers. Es ist herrlich: man wird ruhig und milde, legt bedächtig Blätter in Folien und nimmt sich auch die notwendige Zeit, die rechte Unterkante des Papiers noch diesen fehlenden Millimeter weiter nach links zu schieben. Es macht dann schon ein schlechtes Gewissen, wenn man zwischenrein knipsen muss, aber das Bild hier kann ich eigentlich niemandem vorenthalten.
