Boris Gott live – Hymnen aus Bukowskiland

Gestern spielte Boris Gott in der Halbzeit am Westentor ein klasse Konzert. Und wer sich vom Stichwort “Harte Schlager” hat abschrecken lassen, hat was verpasst – der Mann ist richtig große Klasse.

Boris Gott live in der Halbzeit am Westentor

Boris Gott live in der Halbzeit am Westentor

Einen schönen Abend hab ich, wenn ich feine Livemucke höre. Noch besser, wenn das zusammen mit vielen anderen Leuten ist, die auch feine Livemucke hören. Richtig klasse wirds, wenn das einfach auch nen Nerv bei mir trifft. Und das dann nicht mal ganz erwartet, weil Schlager, nun ja, nicht meins.

Gott macht eher Liedermacherkram, würde ich sagen, und wenn er über die Nordstadt singt, übers Bukowskiland Ruhrgebiet, dann sag ich Hey, Treffer. Gott schafft es, über Suff, Liebe, Hartz4 und frischgeficktes, ungeduschtes Flanieren durch diese herrliche Stadt mit ihren ausnahmslos schönen Menschen zu singen, (natürlich) mit ihren Pommesbuden und (erfreulicherweise) mit ihren ganzen Gestörten, es ist wunderbar. Wers verpasst hat: hier seine Webseite mit den nächsten Liveterminen.

Das Pesthoernchen, jetzt auch im Westentor

Das Pesthörnchen, jetzt auch im Westentor

Und ganz nebenbei haben wir das Pesthörnchen wieder in Verwendung. Unsere frischgezimmerte, kleine Bühne lassen wir wohl einfach stehen, das scheint mir nett auszusehen. Und meine kurzen Bedenken, ob man das Pesthörnchen nun metaphorisch mit Füßen tritt, glaube ich entkräften zu können – es ist *da*. Und das ist prima.

Nachbemerkt: Wie schon bei Slicks Kitchen ist das Problem beim Bildermachen in der Kneipe das, dass man während dem eigentlichen Gig nicht dazukommt. Ulf hat vielleicht demnächst einige im Netz. Und auch wenn ich ansonsten vom iPhone begeistert bin – das Knipsen im Dunkleren ist damit einfach nicht wirklich das Wahre.

Posted under Allgemein von Richie on Sonntag 13 September 2009 at 14:22

Bookcrossing in Dortmund: Science-Fiction-Ecke im Westentor

Das Bookcrossing-Regal plus Leseecke in der Halbzeit am Westentor

Das Bookcrossing-Regal plus Leseecke in der Halbzeit am Westentor

So, ich wollt ja schon immer was über Bookcrossing schreiben, weils das in der Halbzeit am Westentor ja gibt. Und weil da grade ein wenig SF-Material aufgelaufen ist, nehm ich das zum Anlass.

Bookcrossing ist so ein Internetding, das unter anderem mit der Idee zu tun hat, dass Informationen frei zirkulieren können. Im Netz ist das einfach – jeder kann sich beispielsweise eine Webseite durchlesen und hinterher ist sie immer noch da. Bei Büchern ist das schwieriger, denn ein konkretes Buch, das jemand hat/liest, kann niemand anders gleichzeitig haben. Problem, also.
– Lösung 1: jeder kauft sich sein eigenes Buch.
– Lösung 2: Verschiedene Leute lesen dasselbe Buch nacheinander.
Bookcrossing hat mit Lösung 2 zu tun. Der Gedanke dahinter: An allen möglichen Ecken gibt es Bücher, wo man sich nehmen kann, was man mag, und nach Lektüre weitergibt, behält, wie auch immer.
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Posted under Allgemein von Anja on Sonntag 14 Juni 2009 at 21:15

Sitzsackperspektiven und Nerdeckendekoration

Die Welt, von der Perspektive eines Sitzsacks aus gesehen

Die Welt, von der Perspektive eines Sitzsacks aus gesehen

Man sieht vom Sitzsack die Welt anders an und man sieht andre Dinge als Andre. Die Sitzsackperspektive rückt das Westentor inzwischen durchaus in ein anderes Licht und ich mag hinzufügen, in ein angenehmes. Angefügt sei auch ein “Und das ist auch gut so”, denn man steht ungern wieder auf.

Sitzsäcke, von der Perspektive der Welt aus gesehen

Sitzsäcke, von der Perspektive der Welt aus gesehen

Sieht man hingegen den Sitzsack aus der Perspektive der Welt an, sieht man inzwischen auch ein wenig andres, verglichen mit früher. Dahinter sähe man sogar schon die ersten eingeräumten Gläser, aber die hats auch ein wenig verwackelt, das kommt später noch. Wenn ich schon am Berichten bin: die Baustelle vor dem Fenster befindet sich in einem seltsamen Stadium des halb-, aber offenbar mit Bedacht -zugeschüttetseins. Das macht mir Hoffnung. Überhaupt, Kaffeemaschine ist auf dem Weg, Fernseher schon vor Ort, die letzten westentorinternen Baustellen schreiten planmäßig voran.

Eine Nerdecke, noch ohne Nerdeckendekoration

Eine Nerdecke, noch ohne Nerdeckendekoration

Schaut man in eine ganz andere Richtung, sieht man die Nerdecke, die im Unterschied zur Sitzsackecke noch ein wenig der Deko bedarf. Klar kann man sagen, da steht ne Kiste, da hats Internet, ne Box hängt auch von der Decke, was will ein Nerd mehr. Ein wenig mehr hätt ich aber schon gerne, nur bin ich grade ein wenig ratlos, weil ein MP3-Kommunismusposter ist schon ein wenig hart, die gängigen Demotivatoren sind, nun, sie sind halt gängig, und Lolcats mag ich keine haben. Das Pesthörnchen ist zu groß und zu schwarz, und ne Pinwand hängt schon knapp daneben. Was soll dahin? (außer nem größeren Monitor auf den Tisch?) Vorschläge, Kommentare, Anregungen, bitte immer gerne :o)

Um den Bogen aber zu schließen: Wir leben in einer bewegten Zeit. Ein Tag folgt dem andern, und neues Leben sprosst aus den Ruinen. Ich finde das alles ganz großartig.

Posted under Allgemein von Richie on Mittwoch 15 April 2009 at 22:09

Eine Sitzecke voller Sitzsäcke…

Eine Kneipen-Sitzecke voller Sitzsäcke im Westentor

Eine Kneipen-Sitzecke voller Sitzsäcke im Westentor

Istanbuler Sitzsackansammlung, eindeutig nicht in einer Sitzecke

Istanbuler Sitzsackansammlung, eindeutig nicht in einer Sitzecke

…war mal ein Traumtitel eines Blogeintrags, den ich dann doch nie geschrieben habe, obgleich es sogar Bildmaterial der Massen an Sitzsäcken gab, die wir in Istanbul erspäht hatten. Wir machen das ein wenig kleiner, und können deswegen von einer “Sitzecke voller Sitzsäcke” dahingehend zurecht reden, weil es sich tatsächlich um eine Sitzecke handelt, in der sich die Sitzsäcke befinden.

Ein Testsitzen von Anja durfte ich leider nicht hochladen. Das Bild der istanbuler Sitzsackkonkurrenz muss ich eben auch noch kurz zeigen.

In Istanbul sind die Sitzsäcke, im Gegensatz zur Sitzsackecke im Westentor,  ganz eindeutig nicht in einer Sitzecke angeordnet. Auch wenn es mehr sind: im Westentor haben wir eine Sitzecke voller Sitzsäcke und in istanbul gibts das nicht. Ich finde das ganz großartig.

Rechnerecke hinter der Theke im Westentor - der Mac kommt noch weg ;o)

Rechnerecke hinter der Theke im Westentor - der Mac kommt noch weg ;o)

Rechnerecke für die zukünftigen Gäste im Westentor 23, gekräftigt von OpenSuse

Rechnerecke für die zukünftigen Gäste im Westentor 23, gekräftigt von OpenSuse

Das ist sogar fast großartiger wie das Internet, das jetzt nach einigen Irrnissen und Wirrnissen endlich auch unten in der Kneipe liegt. Von den beiden Rechnern hinter der Theke wird wohl das schwarze Thinkpad seine weiteren Dienste auf Dauer im Westentor verrichten, der Rechner vorn am Fenster hängt auch schon am Kabel und ist eingerichtet. Ich finds großartig und es beruhigt ungemein, dass sich auch die Technik in der zu eröffnenden Kneipe langsam in einen Bereich entwickelt, von der man sagen kann, dass sie funktioniert.

Posted under Allgemein von Richie on Montag 6 April 2009 at 21:44